Publikationen/ Publications

Bernd Thum

Die Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V.
Kulturaustausch und Zusammenführung kulturellen Wissens im euro-mediterranen Raum

In: Internationale Bildungsbeziehungen, WIKA-Report 1
Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V. 2012 (ersch. September 2013), S. 98-101 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)


Bernd Thum
Ein Euro-mediterraner Wissens- und Handlungsraum als strategisches Ziel.
Kulturpolitische Überlegungen zu Konzeption und Programm.

In: Internationale Bildungsbeziehungen, WIKA-Report 1
Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V. 2012 (ersch. September 2013), S. 87-96 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

Liegt seit 2014, übersetzt von WEM-Mitglied Abdellatif Bousseta (Tanger), auch in Arabisch vor:

Bernd Thum
Ein Euro-mediterraner Wissens- und Handlungsraum als strategisches Ziel. Kulturpolitische Überlegungen zu Konzeption und Programm

Übersetzung ins Arabische

الفضاء الأورو-متوسطي للمعرفة والفعل، هدف استراتيجي
تأملات حول التصور والبرنامج من وجهة نظر السياسة الثقافية
بيرند توم (كارلسروة/هايدلبرغ)
ترجمة: عبداللطيف بوستة


2014/ 2015

Euromed-MemoriaCarte
Eine virtuelle Landkarte euro-mediterraner Erinnerungsorte

www.euromed-memoriacarte.de
En français: www.euromed-memoriacarte.de/fr/
En arabe/ Arabisch: www.euromed-memoriacarte.de/ar/

Stand: November 2014
Die Euro-Med MemoriaCarte, die virtuelle Landkarte euro-mediterraner Erinnerungsorte, ist ein Projekt der Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V.. Die Landkarte macht Orte eines gemeinsamen euro-mediterranen Erbes mit ihren jeweiligen kulturspezifischen Erinnerungen sichtbar, und zwar im Handlungsraum der Stiftung ‚von Dublin bis Damaskus, vom Niger zum Nordkap’. Hinter jedem der Orte verbirgt sich ein kulturwissenschaftlich orientierter Beitrag zur Geschichte sowie zu den Imaginationen und Narrativen, die den Ort umgeben. An den Orten, die für die Karte ausgewählt wurden, überlappen und verdichten sich jeweils die Erinnerungen verschiedener Kulturen des euro-mediterranen Großraums. In der MemoriaCarte geht es nur um topographische Orte. Gelegentlich sind diese auch als ‚Transversalen‘ miteinander verbunden und werden gemeinsam vorgestellt. Wenn Orte einen bedeutenden Bezug zum Leben und Werk bestimmter Persönlichkeiten, zu bestimmten Büchern, Bau- oder Kunstwerken haben, ist dies auf der Landkarte berücksichtigt.

Die Stiftung hat ein Grundprinzip, das auch in der Karte deutlich zum Ausdruck kommt: Statt einer objektivistischen Erforschung des „Anderen“ ist die Stiftung durch ihr wertvolles Netzwerk von Wissenschaftlern aus dem erweiterten Mittelmeerraum in der Lage, der Vielstimmigkeit der Akteure Gehör zu verschaffen. Auf der Karte stehen gleichberechtigt unterschiedliche Sichtweisen auf das kulturelle Erbe nebeneinander. Der Button „Die andere Seite“ über dem jeweiligen Artikel versinnbildlicht dieses Prinzip: Dahinter verbirgt sich ein begleitender Artikel, der eine ergänzende Sichtweise eines Autoren des jeweils gegenüberliegenden Ufers des Mittelmeers darstellt. Anstelle des Versuchs einer Vereinheitlichung bleiben die unterschiedlichen Sehweisen auf das gemeinsame und doch differente Kulturerbe also nebeneinander stehen, können aber auch aufeinander bezogen und wechselseitig kommentiert werden.

Möglich wurde die Karte durch eine Anschubförderung, die von der Allianz Kulturstiftung, Berlin, gewährt wurde.

Ein ‚Work in progress

Seit dem 1. Dezember 2014 ist die MemoriaCarte online zugänglich. Das große Projekt einer Landkarte des gemeinsamen euro-mediterranen Erbes ist nun im Entstehensprozess öffentlich mitzuverfolgen. In ihrer derzeitigen Form handelt es sich um einen Prototypen, an dessen Form und Inhalt stetig gearbeitet wird und der zum Ziel hat, offen zu bleiben für ergänzende Entdeckungen euro-mediterraner Orte. Interessierte Nutzer sind eingeladen, der Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V. Orte vorzuschlagen, die als Erinnerungsorte dazu beitragen können, das Ineinanderwirken der Kulturen im erweiterten Mittelmeerraum von ‚Dublin bis Damaskus, vom Niger bis zum Nordkap‘ stärker bewusst zu machen. Die Vorschläge sollten jeweils kurz begründet werden.
Prof. Dr. Bernd Thum
Präsident der Stiftung Wissensraum Europa Mittelmeer (WEM) e.V.

Vgl./Cf.

2016 (Juni)

Bernd Thum:
Die Euromed-MemoriaCarte.
Eine virtuelle Karte euro-mediterraner Erinnerungsorte als Beitrag zur kulturellen Kodierung des Erweiterten Mittelmeerraums.

In: Philosophia Scientiae 20, H. 2 (2016), S. 141-155

Ber Beitrag behandelt die MemoriaCarte unter raumtheoretiswchen Aspekten. Inhalt:

  1. Der Euro-mediterrane Raum als funktionaler Raum
  2. Die Euromed-MemoriaCarte (‪ ‪www.euromed-memoriacarte.de‪ ‪)‪
  3. Räume und Orte
  4. Memoria: Erinnerung, Gedächtnis, Mahnung

Text in deutsch, Résumé en français:

„L’Euromed-MemoriaCarte, un projet initié dans le cadre de la
Fondation Espace des savoirs Europe-Méditerranée (Stiftung Wissensraum
Europa-Mittelmeer e.V., WEM), est une carte virtuelle des lieux de mémoire
« euro-méditerranéens », tant en Méditerranée au sens strict que dans ses
extensions en Europe et en Afrique subsaharienne. L’objectif de la carte,
correspondant aux objectifs de la Fondation WEM, est de contribuer au
développement d’une conscience « euro-méditerranéenne » par l’échange et
l’intégration des savoirs dans un espace partagé euro-méditerranéen. En ce qui
concerne particulièrement l’élaboration de la carte, il s’agit de contribuer à la
simplification et à la lisibilité de la masse et de la complexité des informations
en faisant appel à un système de codage et de symboles qui se réfèrent à
des lieux de mémoire. À travers ces lieux, chargés d’une superposition des
savoirs des cultures des deux rives de la Méditerranée, la carte ne visualise pas
seulement un héritage partagé mais aussi les enchevêtrements et le dynamisme
culturels de l’espace euro-méditerranéen. Parce que les lieux sont vus à la fois de façon géographique et topographique, se pose alors la question de savoir sila carte est vraiment partie prenante du « tournant topographique » ou plutôtd’un tournant « post-topographique » qui prend en compte à nouveau les faitséographiques et historiques. Ce thème, ainsi que les concepts d’espace, de lieu
et de mémoire sont discutés à la fin de la contribution.“


Yamina Bettahar & Bernd Thum (éditeurs/ Hrsg.)
Circulations et échanges dans l’espace euro-méditerranéen (XVIIIe-XXIe siècles)

Zirkulation und Austausch im euro-mediterranen Raum (18.-21. Jahrhundert)

Paris: éditions kimé 2016 (= Philosphia Scientiae Vol 20, Cahier 2), 197 pp (ISBN 978-2-84174-751-1)

Contenu/ Inhaltsverzeichnis :

http://www.editionskime.fr/volume-20-cahier-2-circulations-et-echanges-dans-lespace-euro-mediterraneen/

Le contenu de ce dossier, des contributions en français et en allemand, correspond de façon scientifique aux objectifs de notre Fondation . Parmi les auteurs il y a plusieurs membres de la Fondation WEM.

Der Inhalt der zweisprachige Publikation, mit Beiträgen in Französisch und in Deutsch, entspricht in wissenschaftlicher Form den Zielen unserer Stiftung. Mehrere Mitglieder haben mitgeschrieben.

« [Ce dossier] contient des contributions d’auteurs du Nord et du Sud de la Méditerranée […] A travers ce dossier thématique, les contributeurs tentent de proposer une vision renouvelée de ces échanges et de leurs héritages. Plus précisément, il s’agit d’une part de revisiter les lignes de force qui ont structuré les évolutions socio-historiques de cet espace, sous l’angle de nouvelles problématiques qui redéfinissent, par exemple, le concept de culture, et qui représentent ces évolutions à a lumière des récents événements. D’autre part, ce dossier examine la perception réciproque que l’Orient et l‘Occident ont l’un de l’autre, pour aborder ensuite les différents formes d’appropriations collectives et les nouvelles préoccupations qui tentent à se structurer autour d’un espace partagé de la connaissance et des savoirs. » (extrait de l’Introduction, p. 6)

„[Dieser Band] enthält Beiträge von Autoren aus dem Norden wie aus dem Süden. Die Beiträger schlagen eine neue Sicht auf die Austauschprozesse und ihr Erbe vor. Genauer, es handelt sich einerseits um eine Neuüberprüfung der Kraftlinien, die der gesellschaftsgeschichtlichen Entwicklung im euro-mediterranen Raum ihre Strukturen gegeben haben; und zwar erfolgt dies unter dem Blickwinkel neuer Problematiken, die sowohl auf Neudefinitionen hindrängen, zum Beispiel eine Neudefinition des Konzepts von Kultur, als auch die Entwicklung im Lichte jüngerer Ereignisse beleuchten. Andererseits hilft der Band auch, die wechselseitige Wahrnehmung von Orient und Okzident zu überprüfen, um dann die verschiedenen Formen kollektiver Aneignung zu behandeln, unter Berücksichtigung der neuen Sorgen, die sich um einen Raum geteilten Wissens herum bilden.“ (aus der Einführung, S. 6)

‘Philosophia Scientiae’ est une revue scientifique évaluée par des pairs, publiée par le Laboratoire d’Histoire des Sciences et de Philosophie – Archives Henri-Poincaré, Université de Lorraine (Nancy) – CNRS.

‘Philosophia Scientiae’ ist eine referierte wissenschaftliche Zeitschrift, die vom Laboratoire d’Histoire des Sciences et de Philosophie – Archives Henri-Poincaré, Université de Lorraine (Nancy) – CNRS herausgegeben wird.

Le bureau directeur de la Fondation WEM remercie Dr Yamina Bettahar (Nancy) pour son initiative. Elle a assumé l’essentiel de la rédaction. Un grand merci également à la rédaction de ‚Philosophia Scientiae‘.

Der Vorstand der Stiftung WEM dankt Frau Prof. Yamina Bettahar für ihre Initiative. Sie hat die Hauptlast der Redaktion getragen. Dank auch an die Redaktion von ‚Philosophia Scientiae‘


Bernd Thum
An der Zeitenwende.
Europa, das Mittelmeer und die arabische Welt

Stuttgart: ifa 2012 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
ISBN 978-3-921970-88-1
Rezension auf islam.de (Projekt des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V.)

Rezension in den SSIP Mitteilungen Nr. 4, 2012

 

INHALTSVERZEICHNIS:

Vorwort

Einleitung

Ein ‚euro-mediterraner Raum’ vom Niger bis zum Nordkap?
von Bernd Thum (Karlsruhe/ Heidelberg)
Europa und der Mittelmeerraum

Europa und die arabischen (R)evolutionen
von Andreu Bassols (Barcelona)

Was hat Europa der arabischen Zivilgesellschaft zu bieten?
von Marc Gafarot (Barcelona)

‚Europäische Mittelmeerpolitik’ – eine Kritik
von François de Bernard (Toulouse/ Paris)
Arabische Revolutionen

Die Zukunft Tunesiens – Demokratie, Theokratie oder Anarchie?
von Mohamed Haddad (Tunis)

Arbeiterproteste im arabischen Frühling
von Mohammed Elrazzaz (Barcelona/ Kairo)

Die Sozialen Medien und die Beteiligung der Zivilgesellschaft
von Leila Nachawati (Damaskus)

Die „Weiße Revolution“ – Marokkos gemäßigt islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) zwischen konservativ-religösen Gesellschaftskreisen und den politökonomischen Anforderungen der Moderne
von Mohammed Khallouk (Marburg/ Rabat)
Politik und Religion

Orientalismus – Okzidentalismus
von Susanne Enderwitz (Heidelberg)

Eine laizistische Staatsgründung als ‚religionsfeindliche’ (?) Herausforderung und die Folgen
von Mounir Fendri (Tunis)

Die Revolution der Würde und das Ende des Säkularismus
von Rachid Boutayeb (Berlin/ Rabat)
Bildung, Kultur, Transfers

Übergangszeit – Zum Kulturaustausch mit arabischen Ländern
von Günther Hasenkamp (Kairo)

Die tunesische Revolution vom 14. Januar 2011 – ein Jahr danach: Wo bleibt die Kultur?
von Mohamed Zinelabidine (Tunis)

Ein deutsches Museum und das gemeinsame Kulturerbe des Mittelmeerraums – Orient und Okzident im Badischen Landesmuseum Karlsruhe
von Harald Siebenmorgen (Karlsruhe)

Alte und neue Bildungsgeschichten – Maghrebinische Studenten in Frankreich zwischen Ungewissheit und neuer Herausforderung
von Yamina Bettahar (Nancy)
Euro-mediterrane Geopolitik zwischen Tradition und Vision

Die arabische Welt, Europa und das Mittelmeer am Scheideweg – Zur neuen geopolitischen Lage nach dem Arabischen Frühling
von Mohieddine Hadhri (Doha)

Europa und Nordafrika – Perspektiven für eine politische und wirtschaftliche Annäherung
von Dieter Köhler (Karlsruhe/ Heidelberg)

Die Wogen des Mittelmeers – werden sie Afrika zurückschleudern?
von Bakary Sambe (Brüssel/ Dakar)

 

2013/ 14

Bernd Thum (dir.)
Au tournant d’une époque – l’Europe, la Méditerranée et le monde arabe
Édition ifa Culture et Politique Extérieure

À la demande de ifa
(Institut für Auslandsbeziehungen/ ifa, Stuttgart)

Ifa: Stuttgart 2013
ISBN 978-3-921970-74-4

Version française de la publication :

Bernd Thum (Hrsg.)
An der Zeitenwende –
Europa, das Mittelmeer und die arabische Welt.
Stuttgart: ifa 2012 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
ISBN 978-3-921970-88-1
http://www.ifa.de/fileadmin/pdf/edition/zeitenwende.pdf


Kurt-Jürgen Maaß und Bernd Thum (Hrsg.)
Deutsche Hochschulen im Dialog mit der Arabischen Welt

Universitätsverlag (KIT Scientific Publishing): Karlsruhe 2009
(= Schriftenreihe Wissensraum Europa – Mittelmeer 1)

Dieses Buch soll eine Öffentlichkeit ansprechen, die wissenschaftlich, kulturell und politisch an einem Dialog mit islamischen Ländern interessiert ist. Sein Ziel ist es, diese Öffentlichkeit mit Ergebnissen der Hochschulzusammenarbeit zwischen Deutschland und der islamisch geprägten Arabischen Welt sowie mit entsprechenden Planungen vertraut zu machen. Im Vordergrund stehen dabei kulturwissenschaftlich geprägte Projekte. Der Band stützt sich in größeren Teilen auf eine Tagung, des Wissenschaftlichen Initiativkreises Kultur und Außenpolitik (WIKA) und der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Karlsruhe (TH), die in Karlsruhe veranstaltet wurde. Der Initiativkreis wurde 2004 vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart gegründet.


Mohieddine Hadhri
La Méditerranée et le Monde arabo-méditerranéen aux portes du XXIe siècle: Choc de cultures ou dialogue de civilisations?

Tunis. Centre de Publication Universitaire 2004, 230 pp

 

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