Stiftung Wissensraum
Europa - Mittelmeer (WEM) e.V.

Netzwerk für kulturwissenschaftliche Zusammenarbeit und Kulturaustausch im euro-mediterranen Raum

 

Fondation Espace du savoir
Europe – Méditerranée (WEM) 

Coopération en sciences culturelles et pour l’échange culturel dans l’espace euro-méditerranéen

 

مؤسسة فضاء المعرفة أوروبا- المتوسط (مؤسسة ذات منفعة عامة)

شبكة علاقات  أوروبا- المتوسط  للتبادل والتعاون في مجال العلوم الثقافية

 

 

 


 

Zitat:

Das Mittelmeer ist nicht nur ein Meer, ein geographisches Faktum. Es ist vor allem ein kulturelles Phänomen. Es hat sich in der Geschichte auf eine Weise verkörpert, dass wir uns fragen können: Was ist nun wirklicher, realer? Das Mittelmeer der Geographie oder das Meer, das uns alle im Inneren verbindet? Warum trennen wir zwischen beiden Bedeutungen? Das Erste war und ist doch ein Mittel zum Zweiten. Aus der Realität ist doch die Idee hervorgegangen, die sich durch die geistige Arbeit der Menschen stets erneuert und verwandelt, so dass der heutige Begriff vom Mittelmeer das Mittelmeer als geographisches Faktum weit überschritten hat. Seine Strände sind von der Seele geprägt, nicht von der der Mittelmeeranwohner. Das Mittelmeer umfasst weltweit alle Völkerseelen, die unmittelbar oder durch eine vermittelnde Zivilisation seine Botschaft empfangen haben.
René Habachi  (1915-2003)
 

 

"ليس البحر المتوسط مجرد بحيرة أو حدثًا جغرافيًّا فحسب. إنه، بنوع خاص، الظاهرة الثقافية التي تجسدت على مرِّ التاريخ، بحيث يمكن التساؤل حول أيٍّ هو الأكثر واقعية وحقيقة: أهو البحر المتوسط الجغرافي؟ أم ذلك البحر الذي يجمعنا من الداخل؟ – لكن لماذا نفصلهما؟ فالأول كان وسيلة للثاني، والحديث "الخارجي" جهَّز الدعامة المنتعشة والمتحوِّلة بفعل العمل الإنساني، بحيث إن المفهوم المتوسطيَّ الحاليَّ تخطَّى البحر المتوسط، فارتسمتْ شطآنه في الوجدان من دون أن تقتصر على مشاعر سكان حوضه وحدها، فشملت مشاعر جميع الشعوب التي تلقَّت، في العالم كلِّه، مباشرةً أو بفعل حضارة وسيطة، رسالة الحوض المتوسطي

 رينيه حبشي

 (1915-2003)

 

 


 

Stellungnahmen und Anmerkungen

 

Zu den Anschlägen in Brüssel am 22. März 2016:

Trotz tiefer Trauer über die vielen toten und verwundeten unschuldigen Menschen in Brüssel und Paris,  aber auch andernorts in Europa, im Nahen Osten, im Maghreb, in Sahel-Afrika, West- und Ostafrika, die Opfer von Anschlägen und kriegerischen Unternehmungen geworden sind, wird die Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) mit ihrer Arbeit fortfahren und dabei an ihrem Ziel festhalten. Dieses wurde auf der Gründungsversammlung der Stiftung in Rabat (Marokko) am 26.Oktober 2010 von Teilnehmern aus Europa, dem Maghreb und Westafrika so formuliert und in die Präambel der Satzung aufgenommen: „Ziel ist die Schaffung eines euro-mediterranen Wissensraums, das heißt eines neuen funktionalen Raums verdichteter Beziehungen und Kommunikation mit gemeinsamen Wissensbeständen, Wissensstrukturen und Konzepten für politisch-kulturelles Denken und Handeln.“ Zu verstehen ist dies als Baustein für eine geteilte, kooperative Entwicklung des euro-afro-mediterranen Raums unter den Aspekten von Zivilisation und Gerechtigkeit.

Prof. Dr. Bernd Thum

Präsident der Stiftung WEM e.V.

  

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2016 (Januar)

 

           

                        Die Reisen Ramon Llulls - public domain, Author: Antoni I. Alomar (19. Dezember 2008)

 

Bernd Thum:

Vorschlag: Ein Raimundus Lullus (Ramon Llull)-Jahr 2016

Wahrscheinlich 1316 starb in Tunis oder seiner Heimat Mallorca der katalanische Dichter, Philosoph und Theologe Raymundus Lullus. Um 1232 geboren, bilden die Stationen seines Lebens ein dichtes geographisches und topographisches Netz im euro-mediterranen Raum: Mallorca,  Barcelona, Montpellier, Paris, Lyon, Rom, Zypern, Jerusalem, Tunis, Bougie...Ursprünglich ein hoher Beamter am argonesischen und am majorquinischen Hof, wandte er sich ab dem 30. Lebensjahr der christlichen Mission zu, dies aber in besonderer Weise. Die Besonderheit betrifft sein aktives, auch organisatorisches Eintreten für Nutzung und Verbreitung der arabischen Sprache (er schrieb selbst einige seiner Werke in Arabisch), seine Praxis, mit arabisch-islamischen Gelehrten in direkten Kontakt zu treten (er nannte sich selbst "christianus arabicus"), vor Muslimen und Juden zu predigen (wurde dabei aber fast gesteinigt) und schließlich seine Überzeugung von dem Zusammengehören, ja der  Einheit von Welt und Gott, von Pflanzen, Tieren und Menschen, von Recht und Staat sowie auch der Religionen in ihrer Vielfalt. Alles enthält die gleichen, vom Menschen durchaus auch zu erkennenden Strukturen und folgt den gleichen Prozessen. Zusammengehalten und beflügelt wird diese Einheit durch die (göttliche) Liebe. Diese Liebe lässt auch Unterschiede zu, ja fördert sie geradezu. 

Lullus, der 'doctor illuminatus' der Kirche, folgte Anregungen aus der christlichen Theologie und Mystik, aus der  jüdischen Kabbala, aus der islamischen Philosophie (al-Farabi) und der Sufi-Mystik (al-Hazm, Ibn 'Arabi, Ibn Sa'bin). Doch gab es für ihn auch in seiner 'Philosophie der Liebe' (filosofia d'amor) Relationen und damit, für ihn, auch ein Primat des Christentums. Dies kommt auch in seinem berühmten dialogisch-vergleichenden 'Buch vom Heiden und den drei Weisen' ('Libro del gentil e dels tres savis') zum Ausdruck. Trotzdem wurden die Werke des 'doctor illuminatus' später von der Inquisition verboten. Die Renaissance (Pico della Mirandola),  Nikolaus von Kues und Giordano Bruno hielten sie aber hoch. 

Die Erkenntnislehre Lullus' ('Ars generalis ultima') nutzt eine Kombinatorik verschiedener Grundbegriffe, die in wechselnden Konstellationen  gegeneinander verschoben werden können. Leibniz hat sie bei  seinen Überlegungen zu reiner  mathematischen Logik genutzt. Vielleicht gehört Lullus von ganz fern zu den Vorläufern der Computer-Technik.

Aus islamischer Sicht: Enzyklopädie des Islam

 

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2015

Friedensnobelpreis für das Quartet du dialogue national  (Tunesien)

Das Quartet du Dialogue National hat am 9. Oktober 2015 den Friedensnobelpreis erhalten. Das Nobelpreiskommittee zeichnet diesmal nicht nur positive Erwartungen aus, sondern eine konkrete Leistung.  Die beteiligten Organisationen haben in Tunesien  auf dem Höhepunkt einer politischen Krise dem Land und der ganzen 'arabischen Welt'  den Weg zu einer konsensuellen Demokratie gewiesen und  die hohe Leistungsfähigkeit der Zivilgesellschaft belegt.

Die Stiftung Wissenraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V. fördert das Konzept eines funktionalen euro-mediterranen Raums. Das tunesische 'Quartett' hat dazu einen exemplarischen Beitrag geleistet.

 Prof. Dr. Bernd Thum, Präsident der Stiftung WEM e.V.

 

Prix Nobel de la paix pour le Quartet du dialogue national (Tunisie)

Le Quartet du Dialogue national a reçu le Prix Nobel de la Paix 2015. Le comité Nobel distingue cette fois non seulement des attentes positives, mais une réalisation concrète. A la hauteur d'une crise politique du pays les organisations impliquées dans le Quartet ont montré à la Tunisie et au «monde arabe» entier la voie vers une démocratie consensuelle en démontrant également le haut potentiel de la société civile.
La Fondation Espace du savoir Europe-Méditerranée (WEM) promeut le concept d'un espace euro-méditerranéen fonctionnel. Le «quartet» tunisien a apporté une contribution exemplaire à ce projet.

Prof. Dr. Bernd Thum, Président de la Fondation WEM

 


 

Ziele und Aktivitäten der Stiftung

Les objectifs et les activités de la fondation

 

 

Gestützt auf die Kulturwissenschaften an Hochschulen und Kultureinrichtungen, auf Schulen sowie auf die politisch-kulturelle Publizistik trägt die Stiftung dazu bei, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Europa und den südlichen Mittelmeerländern, insbesondere dem Maghreb sowie Ländern Subsahara-(Sahel-)Afrikas projektbezogen zu intensivieren. Darüber hinaus sollen Verbindungen auch in den östlichen Mittelmeerraum gesucht und ausgebaut werden.

Die Stiftung kommt dem wechselseitigen Informationsbedarf in Nord und Süd entgegen und unterstützt den Austausch kulturspezifischen Wissens. Aufgabe der Stiftung ist es, den ‚Dialog der Kulturen’ produktiv zu führen, zu intensivieren und an der Entstehung neuer gemeinsamer Wissensstrukturen mitzuwirken.

Ziel ist die Schaffung eines euro-mediterranen Wissensraums, das heißt eines funktionalen Raums verdichteter Beziehungen und Kommunikation mit gemeinsamen Wissensbeständen, Wissensstrukturen und Konzepten für politisch-kulturelles Denken und Handeln 'von Dublin bis Damaskus, vom Niger bis zum Nordkap'. Dieser Raum hat seine Ursprünge in einer gemeinsamen Geschichte.

 

Die Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V.
Kulturaustausch und Zusammenführung kulturellen Wissens im euro-mediterranen Raum

von Bernd Thum (Karlsruhe/ Heidelberg), Präsident der Stiftung WEM


In: Internationale Bildungsbeziehungen, WIKA-Report 1       
Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V. 2012 (ersch. September 2013), S. 87-96 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

 

(2015)

Die epochalen Umwälzungen in den Ländern südlich und östlich des Mittelmeeres sowie in Europa bestärken die Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) in ihrer Zielsetzung, zu Dialog und Verbindung der Kulturen im Euro-Mediterranen Raum ‚von Dublin bis Damaskus, vom Niger bis zum Nordkap‘ beizutragen. Zentrales Ziel der Stiftung ist es, Vorstellung und Realität eines gemeinsamen, Kulturen übergreifenden Raums nördlich und südlich des Mittelmeers zu begründen und bewusst zu machen sowie die Einsicht zu fördern, dass eine gemeinsame, multilaterale und nachhaltige Entwicklung dieses Raums notwendig und anzustreben ist.

Les bouleversements d'époque de grande portée dans les pays du sud et de l'est de la Méditerranée ainsi qu’en Europe renforcent la Fondation Espace des savoirs Europe-Méditerranée (WEM) dans son objectif à contribuer au dialogue et à la connexion des cultures dans l'espace euro-méditerranéen ‘de Dublin à Damas, du Niger au Cap Nord’. Il est l'objectif principal de la fondation  de justifier l’idée et de faire prendre conscience de la réalité d'un espace commun au nord et au sud de la Méditerranée, intégrant différentes cultures, et de promouvoir la reconnaissance du fait qu’un développement commun, multilatéral et durable de cette région est nécessaire et souhaitable.

  

Prof. Dr. Bernd Thum

Präsident der Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V.
Président de la Fondation Europe-Méditerranée (WEM) (Association déclarée d’utilité publique)

 

 

 

The Foundation 'Euro-Mediterranean Knowledge Space (WEM)' NPO (english)

“(…)The objective of WEM is the intensification of dialogue and project-oriented cooperation between Europe and the Southern Mediterranean countries through cultural and information exchange, in particular through science and education. Central to the project is the development of an international network which is cultural studies methods and insights oriented. The Euro-Mediterranean Space, politically only partly organised within the boundaries of the Mediterranean Union, is understood, within the framework of the WEM project, as ‘functional’ space “from Dublin to Damascus, from the Niger to the North Cape”. This kind of space is determined by a historically  founded  durable  density of communication and interaction, it is dynamic and not identical to a space blocked by geographical/ political criteria. (…)"

 

 

La Fondation Espace du Savoir Europe-Méditerranée (WEM)

Basée sur les sciences culturelles, sur des institutions culturelles ainsi que sur le journalisme politico-culturel, la Fondation contribue, dans le cadre de projets communs, à intensifier la communication et la coopération entre l’Europe, le Maghreb et l’Afrique sahélienne. A cela, s’ajoute la recherche et le développement des liens avec l’espace de la Méditerranée orientale.

La Fondation tient compte, au Nord comme au Sud, des besoins mutuels d’information. Elle soutient, qui plus est, l’échange des savoirs culturels spécifiques. Sa tâche consiste à réaliser et à intensifier le ‘dialogue des cultures’ d’une manière productive en prêtant son concours au développement des structures d’un savoir nouveau commun.

L’objectif de la Fondation est la création d’un espace euro-méditerranéen du savoir, c’est-à-dire, d’un espace relationnel et fonctionnel nouveau, caractérisé par des interrelations et des communications intensives. Cet espace sera également composé par un savoir commun, par un inventaire des contenus communs, par des conceptions communes de la pensée ainsi que par un programme d’actions communes politico-culturelles 'de Dublin à Damas, du Niger au Cap Nord'. Cet espace a ses origines dans une histoire commune.

 

 

مؤسسة فضاء المعرفة أوروبا- المتوسط

 شبكة أوروبا - المتوسط للتعاون والتبادل في مجال العلوم الثقافية

تساهم المنظمة, عن طريق بلورة و انجاز مشاريع, في تعزيز التواصل والتعاون بين أوروبا والبلدان الجنوبية للمتوسط , وخصوصا بلدان المغرب العربي وبلدان الساحل الإفريقي ,ودلك بالاعتماد على العلوم الثقافية بالجامعات, على المؤسسات الثقافية, المدارس و كدا الصحافة السياسية والثقافية .كما تسعى المنظمة إلى بناء و توسيع شبكة علاقاتها مع بلدان الضفة الشرقية للمتوسط

تلبي مؤسستنا الحاجة الملحة لدى الجانبين إلى تبادل المعلومات, وتدعم تبادل المعرفة في المجال الثقافي .إذ تتجلى مهمة المنظمة في تعزيز الممارسة الفاعلة لحوار الثقافات, وفي المشاركة في بناء بنيات معرفية مشتركة جديدة. غاية المنظمة هي خلق فضاء معرفي متوسطي, بصفته فضاء وظيفيا تتكاثف فيه العلاقات ويتعزز فيه التواصل,ويشترك في الخبرات والبنيات المعرفية والرؤى الخاصة بالفكر والفعل السياسيين والثقافيين.

الشريك الأول للمنظمة هو معهد العلاقات الخارجية بمدينتي شتوتغارت وبرلين.

 

 


 

 

Stiftungsgründung/ Fondation

 

Am 25. und 26. Oktober 2010 fand in Rabat (Marokko) die Gründungskonferenz statt. Partner für diese Konferenz waren die Konrad Adenauer-Stiftung und das Kulturinstitut Centre Tarik Ibn Zyad, Rabat.

Am 15. Dezember 2011 wurde die Stiftung als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister eingetragen.

 

La conférence fondatrice s’est tenu à Rabat les 25 et 26 octobre 2010 en partenariat avec la Fondation Konrad Adenauer et  le Centre Tarik Ibn Zyad, Rabat.

Au 15 décembre 2011 la Fondation a été constituée d’après le droit allemand en tant que fondation fonctionnant comme une association déclarée d’intérêt commun.

 

Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart und Berlin, ist seit der Gründung erster Kooperationspartner.

Depuis la fondation l’ Institut für Auslandsbeziehungen/ ifa (Institut des Relations étrangères culturelles), Stuttgart et Berlin, est un partenaire de coopération privilégié.

 

 

Tätigkeitsfeld/ Champ d’action

 

Die Stiftung ist eine Einrichtung der Zivilgesellschaft. Sie ist in einem geographischen Raum tätig, der im Lauf seiner spannungsreichen Geschichte sowohl im europäischen Norden wie im afrikanischen Süden von den Mittelmeer-Kulturen wesentliche Impulse erhalten hat. Als funktionaler Raum verdichteter Beziehungen und Kommunikation reicht der euro-mediterrane Raum ‚von Dublin bis Damaskus, vom Niger bis zum Nordkap‘.

La Fondation est une activité de la société civile. Elle agit dans un espace géographique qui, au cours de son histoire marquée par des tensions, a reçu, au Nord comme au Sud, des fondements essentiels  par les cultures méditerranéennes. En tant qu’ espace relationnel et fonctionnel nouveau, caractérisé par des interrelations et des communications intensives, l’espace euro-méditerranéen s’etend ‘de Dublin à Damas, du Niger au cap Nord’.

 

 

Praxis/ Pratique

 

Mit Hochschulen, Kultureinrichtungen, Schulen, Medien, aber auch über Literatur und die Künste werden im Rahmen des Netzwerkes  der Stiftung neue Wissensbestände gemeinsam erarbeitet und kommuniziert.
Dies erfolgt entlang aktueller kultureller Diskurse und Themen, die die Achsen der gemeinsamen Arbeit bilden.
Die Aufgabe besteht darin,
1. Die aktuelle Praxis solcher Diskurse (Themen, Debatten) in den jeweiligen Kulturen zu erfassen und unter gesellschaftlich-kulturellen sowie historischen Aspekten zu analysieren, zu vergleichen und miteinander in Verbindung zu setzen
2. Durch interkulturellen Austausch und Vergleich die Entwicklung gemeinsamer Denk- und Handlungsmodelle voranzutreiben.

Dans le cadre du réseau de la Fondation, des savoirs nouveaux sont élaborés en commun et communiqués par les universités, les écoles, les médias, mais aussi par la littérature et les arts. Cela se réalise au cours de discours et de themes actuels formant les axes du travail commun. La tâche est double:
1. Concevoir la pratique actuelle de tels discours (thèmes, débats) réalisés dans les cultures respectives en les analysant, les comparant et les croisant à des aspects socioculturels et historiques,
2. Faire avancer  le développement de modèles communs de pensée et d’action par l’échange et la comparaison interculturelle.


 

Kommunikation/ Communication

 

Die Kommunikation innerhalb der Stiftung und mit verschiedenen Öffentlichkeiten im euro-mediterranen Raum wird über ein Internetportal, über Konferenzen, über Print- und Online-Publikationen, über ein euro-mediterranes Lexikon politisch-kultureller Schlüsselbegriffe, über eine virtuelle Landkarte euro-mediterraner Erinnerungsorte,  über die gemeinsame Herstellung von Lehrmodulen, über Gutachten sowie über kultur- und bildungspolitische Empfehlungen erfolgen. Eine intensive Zusammenarbeit mit den Medien wird angestrebt.

La communication interne ainsi que la communication avec un public plus large dans l’espace euro-méditerranéen se fera par un portail internet, par des conférences et des colloques, par des publications électroniques et imprimés, par un vocabulaire comparatif des mots-clés politico-culturels, par une carte virtuelle des lieux de mémoire euro-méditerranéens, par l’élaboration en commun de modules d’enseignement, par des expertises ainsi que des recommandations politiques concernant la culture et la formation.

 

 

Vorarbeiten/ Travaux préliminaires

 

An der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) (Universität Karlsruhe TH) sind seit 2003 in Kooperation mit Universitäten in Tunesien und Marokko mehrere internetgestützte Projekte entwickelt worden (gemeinsame Lehre sowie digitale Kommunikation).

http://www.geistsoz.kit.edu/szm/mittelmeerstudien

Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), erste Partnerinstitution der Stiftung WEM, unterstützt den Dialog zwischen Deutschland und islamisch geprägten Ländern durch das Cross Culture Förderprogramm und betreibt die Webseite ‚Mittelmeerraum'.

 

Le Karlsruher Institut für Technologie - KIT (Université de Karlsruhe) réalise depuis plusieurs années des coopérations de recherche et d’enseignement en sciences culturelles soutenues par l’utilisation de la TIC avec des universités étrangères, notamment maghrébines  

http://www.geistsoz.kit.edu/szm/mittelmeerstudien

L‘Institut für Auslandsbeziehungen(ifa)  travaille depuis de nombreuses années dans le domaine du dialogue de l’Allemagne et des pays islamiques. Voir son programme de stages Cross Culture Praktika (en allemand et en anglais ainsi que son site Web 'Espace euro-méditerranéen'  (en allemand et en anglais).




 


Publikationen/

Publications

 

 

Bernd Thum

Die Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V.
Kulturaustausch und Zusammenführung kulturellen Wissens im euro-mediterranen Raum


In: Internationale Bildungsbeziehungen, WIKA-Report 1       
Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V. 2012 (ersch. September 2013), S. 98-101 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

 


 

 

Bernd Thum

Ein Euro-mediterraner Wissens- und Handlungsraum als strategisches Ziel.
Kulturpolitische Überlegungen zu Konzeption und Programm.


In: Internationale Bildungsbeziehungen, WIKA-Report 1       
Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V. 2012 (ersch. September 2013), S. 87-96 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)

Liegt seit 2014, übersetzt von WEM-Mitglied Abdellatif Bousseta (Tanger), auch in Arabisch vor:

 

Bernd Thum

Ein Euro-mediterraner Wissens- und Handlungsraum als strategisches Ziel. Kulturpolitische Überlegungen zu Konzeption und Programm

 

Übersetzung ins Arabische
 

الفضاء الأورو-متوسطي للمعرفة والفعل، هدف استراتيجي

تأملات حول التصور والبرنامج من وجهة نظر السياسة الثقافية 

بيرند توم (كارلسروة/هايدلبرغ)

ترجمة: عبداللطيف بوستة

 

 


 

2014/ 2015

Euromed-MemoriaCarte

Eine virtuelle Landkarte euro-mediterraner Erinnerungsorte

www.euromed-memoriacarte.de     En français: www.euromed-memoriacarte.de/fr/

En arabe/ Arabisch: www.euromed-memoriacarte.de/ar/

 

Logo_WEM_schriftzug 2                  

Übersichtskarte_ohneNamen_neu StepMap Palermo Marsala Cordoba Granada Kairuan Schweinfurt Coburg Schwetzingen Tanger Urfa Konstanz Sidi Bou Said Bizerte Treguier Tübingen Amalfi Goletta Granada Karthago Las Alpujarras

Stand: November 2014


Die Euro-Med MemoriaCarte, die virtuelle Landkarte euro-mediterraner Erinnerungsorte, ist ein Projekt der Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V.. Die Landkarte macht Orte eines gemeinsamen euro-mediterranen Erbes mit ihren jeweiligen kulturspezifischen Erinnerungen sichtbar, und zwar im Handlungsraum der Stiftung ‚von Dublin bis Damaskus, vom Niger zum Nordkap’. Hinter jedem der Orte verbirgt sich ein kulturwissenschaftlich orientierter Beitrag zur Geschichte sowie zu den Imaginationen und Narrativen, die den Ort umgeben. An den Orten, die für die Karte ausgewählt wurden, überlappen und verdichten sich jeweils die Erinnerungen verschiedener Kulturen des euro-mediterranen Großraums. In der MemoriaCarte geht es nur um topographische Orte. Gelegentlich sind diese auch als ‚Transversalen‘ miteinander verbunden und werden gemeinsam vorgestellt. Wenn Orte einen bedeutenden Bezug zum Leben und Werk bestimmter Persönlichkeiten, zu bestimmten Büchern, Bau- oder Kunstwerken haben, ist dies auf der Landkarte berücksichtigt.

Die Stiftung hat ein Grundprinzip, das auch in der Karte deutlich zum Ausdruck kommt: Statt einer objektivistischen Erforschung des „Anderen“ ist die Stiftung durch ihr wertvolles Netzwerk von Wissenschaftlern aus dem erweiterten Mittelmeerraum in der Lage, der Vielstimmigkeit der Akteure Gehör zu verschaffen. Auf der Karte stehen gleichberechtigt unterschiedliche Sichtweisen auf das kulturelle Erbe nebeneinander. Der Button „Die andere Seite“ über dem jeweiligen Artikel versinnbildlicht dieses Prinzip: Dahinter verbirgt sich ein begleitender Artikel, der eine ergänzende Sichtweise eines Autoren des jeweils gegenüberliegenden Ufers des Mittelmeers darstellt.  Anstelle des Versuchs einer Vereinheitlichung bleiben die unterschiedlichen Sehweisen auf das gemeinsame und doch differente Kulturerbe also nebeneinander stehen, können aber auch aufeinander bezogen und wechselseitig kommentiert werden.

Möglich wurde die Karte durch eine Anschubförderung, die von der Allianz Kulturstiftung, Berlin, gewährt wurde.

Ein ‚Work in progress‘
Seit dem 1. Dezember 2014 ist die MemoriaCarte online zugänglich. Das große Projekt einer Landkarte des gemeinsamen euro-mediterranen Erbes ist nun im Entstehensprozess öffentlich mitzuverfolgen. In ihrer derzeitigen Form handelt es sich um einen Prototypen, an dessen Form und Inhalt stetig gearbeitet wird und der zum Ziel hat, offen zu bleiben für ergänzende Entdeckungen euro-mediterraner Orte. Interessierte Nutzer sind eingeladen, der Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) e.V. Orte vorzuschlagen, die als Erinnerungsorte dazu beitragen können, das Ineinanderwirken der Kulturen im erweiterten Mittelmeerraum von ‚Dublin bis Damaskus, vom Niger bis zum Nordkap‘ stärker bewusst zu machen. Die Vorschläge sollten jeweils kurz begründet werden.

Prof. Dr. Bernd Thum
Präsident der Stiftung Wissensraum Europa Mittelmeer (WEM) e.V.

Vgl./Cf.

2016 (Juni)

Bernd Thum:

Die Euromed-MemoriaCarte.

Eine virtuelle Karte euro-mediterraner Erinnerungsorte als Beitrag zur kulturellen Kodierung des Erweiterten Mittelmeerraums.

In: Philosophia Scientiae 20, H. 2 (2016), S. 141-155

Ber Beitrag behandelt die MemoriaCarte unter raumtheoretiswchen Aspekten. Inhalt:

1. Der Euro-mediterrane Raum als funktionaler Raum

2. Die Euromed-MemoriaCarte (‪ ‪www.euromed-memoriacarte.de‪ ‪)‪

3. Räume und Orte

4. Memoria: Erinnerung, Gedächtnis, Mahnung

 

Text in deutsch, Résumé en français:

"L’Euromed-MemoriaCarte, un projet initié dans le cadre de la
Fondation Espace des savoirs Europe-Méditerranée (Stiftung Wissensraum
Europa-Mittelmeer e.V., WEM), est une carte virtuelle des lieux de mémoire
« euro-méditerranéens », tant en Méditerranée au sens strict que dans ses
extensions en Europe et en Afrique subsaharienne. L’objectif de la carte,
correspondant aux objectifs de la Fondation WEM, est de contribuer au
développement d’une conscience « euro-méditerranéenne » par l’échange et
l’intégration des savoirs dans un espace partagé euro-méditerranéen. En ce qui
concerne particulièrement l’élaboration de la carte, il s’agit de contribuer à la
simplification et à la lisibilité de la masse et de la complexité des informations
en faisant appel à un système de codage et de symboles qui se réfèrent à
des lieux de mémoire. À travers ces lieux, chargés d’une superposition des
savoirs des cultures des deux rives de la Méditerranée, la carte ne visualise pas
seulement un héritage partagé mais aussi les enchevêtrements et le dynamisme
culturels de l’espace euro-méditerranéen. Parce que les lieux sont vus à la fois de façon géographique et topographique, se pose alors la question de savoir sila carte est vraiment partie prenante du « tournant topographique » ou plutôtd’un tournant « post-topographique » qui prend en compte à nouveau les faitséographiques et historiques. Ce thème, ainsi que les concepts d’espace, de lieu
et de mémoire sont discutés à la fin de la contribution."


 

Yamina Bettahar & Bernd Thum (éditeurs/ Hrsg.)

Circulations et échanges dans l'espace euro-méditerranéen (XVIIIe-XXIe siècles)

Zirkulation und Austausch im euro-mediterranen Raum (18.-21. Jahrhundert)

Paris: éditions kimé 2016 (= Philosphia Scientiae Vol 20, Cahier 2), 197 pp (ISBN 978-2-84174-751-1)

Contenu/ Inhaltsverzeichnis :

http://www.editionskime.fr/volume-20-cahier-2-circulations-et-echanges-dans-lespace-euro-mediterraneen/

 Le contenu de ce dossier, des contributions en français et en allemand, correspond de façon scientifique aux objectifs de notre Fondation . Parmi les auteurs il y a plusieurs membres de la Fondation WEM.

Der Inhalt der  zweisprachige Publikation, mit Beiträgen in Französisch und in Deutsch, entspricht in wissenschaftlicher Form den Zielen unserer Stiftung. Mehrere Mitglieder haben mitgeschrieben.

 « [Ce dossier] contient des contributions d’auteurs du Nord et du Sud de la Méditerranée […] A travers ce dossier thématique, les contributeurs tentent de proposer une vision renouvelée de ces échanges et de leurs héritages. Plus précisément, il s’agit d’une part de revisiter les lignes de force qui ont structuré les évolutions socio-historiques de cet espace, sous l’angle de nouvelles problématiques qui redéfinissent, par exemple, le concept de culture, et qui représentent ces évolutions à a lumière des récents événements. D’autre part, ce dossier examine la perception réciproque que l’Orient et l‘Occident ont l’un de l’autre, pour aborder ensuite les différents formes d’appropriations collectives et les nouvelles préoccupations qui tentent à se structurer autour d’un espace partagé de la connaissance et des savoirs. » (extrait de l’Introduction, p. 6)

"[Dieser Band] enthält Beiträge von Autoren aus dem Norden wie aus dem Süden. Die Beiträger schlagen eine neue  Sicht auf die Austauschprozesse und ihr Erbe vor. Genauer, es handelt sich einerseits um eine Neuüberprüfung der Kraftlinien, die der gesellschafsgeschichtlichen Entwicklung im euro-mediterranen Raum ihre Strukturen gegeben haben; und zwar erfolgt dies unter dem Blickwinkel neuer Problematiken, die sowohl auf  Neudefiitionen hindrängen, zum Beispiel eine Neudefinition des Konzepts von Kultur, als auch die Entwicklung im Lichte jüngerer Ereignisse beleuchten. Andererseits hilft der Band auch, die wechselseitige Wahrnehmung von Orient und Okzident zu überprüfen, um dann die verschiedenen Formen kollektiver Aneignung zu behanlden, unter Berücksichtigung der  neuen  Sorgen, die sich um einen Raum geteilten Wissens herum bilden." (aus der Einführung, S. 6)

‘Philosophia Scientiae’ est une revue scientifique évaluée par des pairs, publiée par le Laboratoire d’Histoire des Sciences et de Philosophie – Archives Henri-Poincaré, Université de Lorraine (Nancy) – CNRS.

‘Philosophia Scientiae’ ist eine referierte wissenschaftliche Zeitschrift, die vom Laboratoire d’Histoire des Sciences et de Philosophie – Archives Henri-Poincaré, Université de Lorraine (Nancy) – CNRS herausgegeben wird.

 Le bureau directeur de la Fondation WEM remercie Dr Yamina Bettahar (Nancy) pour son initiative. Elle a assumé l’essentiel de la rédaction. Un grand merci également à la rédaction de ‚Philosophia Scientiae‘.

Der Vorstand der Stiftung WEM dankt Frau Prof. Yamina Bettahar für ihre Initiative. Sie hat die Hauptlast der Redaktion getragen. Dank auch an die Redaktion von ‚Philosophia Scientiae‘

 


 

 

Bernd Thum

An der Zeitenwende.

Europa, das Mittelmeer und for arabische Welt


Stuttgart: ifa 2012 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
ISBN 978-3-921970-88-1


Rezension auf islam.de (Projekt des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V.)
 

Rezension in den SSIP Mitteilungen Nr. 4, 2012



INHALTSVERZEICHNIS:

Vorwort

Einleitung

Ein ‚euro-mediterraner Raum’ vom Niger bis zum Nordkap?
von Bernd Thum (Karlsruhe/ Heidelberg)


Europa und der Mittelmeerraum

Europa und die arabischen (R)evolutionen
von Andreu Bassols (Barcelona)

Was hat Europa der arabischen Zivilgesellschaft zu bieten?
von Marc Gafarot (Barcelona)

‚Europäische Mittelmeerpolitik’ - eine Kritik
von François de Bernard (Toulouse/ Paris)


Arabische Revolutionen

Die Zukunft Tunesiens - Demokratie, Theokratie oder Anarchie?
von Mohamed Haddad (Tunis)

Arbeiterproteste im arabischen Frühling
von Mohammed Elrazzaz (Barcelona/ Kairo)

Die Sozialen Medien und die Beteiligung der Zivilgesellschaft
von Leila Nachawati (Damaskus)

Die „Weiße Revolution“ - Marokkos gemäßigt islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) zwischen konservativ-religösen Gesellschaftskreisen und den politökonomischen Anforderungen der Moderne
von Mohammed Khallouk (Marburg/ Rabat)


Politik und Religion

Orientalismus - Okzidentalismus
von Susanne Enderwitz (Heidelberg)

Eine laizistische Staatsgründung als ‚religionsfeindliche’ (?) Herausforderung und die Folgen
von Mounir Fendri (Tunis)

Die Revolution der Würde und das Ende des Säkularismus
von Rachid Boutayeb (Berlin/ Rabat)


Bildung, Kultur, Transfers

Übergangszeit - Zum Kulturaustausch mit arabischen Ländern
von Günther Hasenkamp (Kairo)

Die tunesische Revolution vom 14. Januar 2011 - ein Jahr danach: Wo bleibt die Kultur?
von Mohamed Zinelabidine (Tunis)

Ein deutsches Museum und das gemeinsame Kulturerbe des Mittelmeerraums - Orient und Okzident im Badischen Landesmuseum Karlsruhe
von Harald Siebenmorgen (Karlsruhe)

Alte und neue Bildungsgeschichten - Maghrebinische Studenten in Frankreich zwischen Ungewissheit und neuer Herausforderung
von Yamina Bettahar (Nancy)


Euro-mediterrane Geopolitik zwischen Tradition und Vision

Die arabische Welt, Europa und das Mittelmeer am Scheideweg - Zur neuen geopolitischen Lage nach dem Arabischen Frühling
von Mohieddine Hadhri (Doha)

Europa und Nordafrika - Perspektiven für eine politische und wirtschaftliche Annäherung
von Dieter Köhler (Karlsruhe/ Heidelberg)

Die Wogen des Mittelmeers - werden sie Afrika zurückschleudern?
von Bakary Sambe (Brüssel/ Dakar)

 

 2013/ 14

Bernd Thum (dir.)

Au tournant d’une époque - l’Europe, la Méditerranée et le monde arabe


Édition ifa Culture et Politique Extérieure

À la demande de ifa
(Institut für Auslandsbeziehungen/ ifa, Stuttgart)

Ifa: Stuttgart 2013
ISBN 978-3-921970-74-4

Version française de la publication :

Bernd Thum (Hrsg.)
An der Zeitenwende -
Europa, das Mittelmeer und die arabische Welt.
Stuttgart: ifa 2012 (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik)
ISBN 978-3-921970-88-1
http://www.ifa.de/fileadmin/pdf/edition/zeitenwende.pdf


 


 

Kurt-Jürgen Maaß und Bernd Thum (Hrsg.)

Deutsche Hochschulen im Dialog mit der Arabischen Welt

Universitätsverlag (KIT Scientific Publishing): Karlsruhe 2009
(= Schriftenreihe Wissensraum Europa – Mittelmeer 1)

Dieses Buch soll eine Öffentlichkeit ansprechen, die wissenschaftlich, kulturell und politisch an einem Dialog mit islamischen Ländern interessiert ist. Sein Ziel ist es, diese Öffentlichkeit mit Ergebnissen der Hochschulzusammenarbeit zwischen Deutschland und der islamisch geprägten Arabischen Welt sowie mit entsprechenden Planungen vertraut zu machen. Im Vordergrund stehen dabei kulturwissenschaftlich geprägte Projekte. Der Band stützt sich in größeren Teilen auf eine Tagung, des Wissenschaftlichen Initiativkreises Kultur und Außenpolitik (WIKA) und der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Karlsruhe (TH), die in Karlsruhe veranstaltet wurde. Der Initiativkreis wurde 2004 vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart gegründet.

 


 

Mohieddine Hadhri

La Méditerranée et le Monde arabo-méditerranéen aux portes du XXIe siècle: Choc de cultures ou dialogue de civilisations?

Tunis. Centre de PublicationUniversitaire 2004, 230 pp

 

 


 



 

Stiftungsstruktur, Vorstand, Schatzmeister, Beirat, Mitgliedschaft

 

Structures, Bureau exécutif, Trésorier, Conseil consultatif, adhésion

  

Stiftungsstruktur/ Structures

Die Stiftung WEM hat die Form eines eingetragenen, gemeinnützigen Vereins nach deutschem Recht. Die Stiftung hat ihren Sitz in Stuttgart. Erster Kooperationspartner ist das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart und Berlin.

La Fondation WEM est constituée d’après le droit allemand en tant que fondation fonctionnant comme une association déclarée d’intérêt commun. Son siège est Stuttgart.
L’ Institut für Auslandsbeziehungen/ ifa (Institut des Relations étrangères culturelles), Stuttgart et Berlin, est un partenaire de coopération privilégié.


 

Vorstand/ Bureau exécutif

  • Präsident/ Président: Prof. Dr.  Bernd Thum (Heidelberg/ Karlsruhe, Deutschland)
  • Vizepräsident/ Vice-Président : Prof. Dr. Mohamed Haddad (Tunis, Tunesien)
  • Prof. Dr. Fadoua Chaara (Tanger, Marokko)
  • Prof. Dr. Mohieddine Hadhri (Tunis, Tunesien)
  • PD Dr. Dieter Köhler (Karlsruhe, Deutschland)
  • Prof. Dr. Ludolf Pelizaeus (Amiens, Frankreich)
  • Prof. Dr. Bakary Sambe (Saint-Louis und Dakar, Senegal)

     

Schatzmeister/ Trésorier

  • Sebastian Körber, Stellvertretender Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen (Ifa), Stuttgart und Berlin, Leiter der Abteilung Medien des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart und Berlin

 

Beirat/ Conseil consultatif

  • Vorsitzender/ Président: Ronald Grätz, Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart und Berlin
  • Prof. Dr. Susanne Enderwitz (Heidelberg), Universität Heidelberg, Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients (Islamwissenschaft)
  • Dr. Senén Florensa i Palau (Barcelona), Exekutivpräsident des Institut Europeu de la Mediterrània (IEMed)
  • Prof. Dr. Mounir Fendri (Tunis), Université La Manouba/ Tunis, Faculté des Lettres et des Sciences Humaines
  • Prof. Dr. Gunter Gebauer (Köln/ Berlin), Freie Universität Berlin, Institut für Philosophie
  • Prof Dr. Gerhard Heinzmann (Nancy), Université de Lorraine, Laboratoire d'Histoire des Sciences et de Philosophie
  • Prof. Dr. Hans-Jürgen Maaß (Holzgerlingen), Universität Tübingen, Institut für Politikwissenschaft
  • Prof. Dr. Enno Rudolph (Neckargemünd), Universität Luzern, Kulturwissenschaftliches Institut
  • Michael M. Thoss (Berlin), Allianz Kulturstiftung, Geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrates
  • Dr. Mustapha Tilioua (Errachdia, Marokko), Centre Tarik Ibn Zyad

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Mitgliedschaft/ Adhésion


Die Ziele der Stiftung werden erreicht durch den Aufbau eines internationalen Netzwerks politisch-kulturell engagierter, wissenschaftlich orientierter und interessierter Personen aus dem genannten Raum: Kulturwissenschaftler, aber auch Vertreter anderer Disziplinen mit kulturwissenschaftlichen Bezügen, in Kultureinrichtungen Tätige, Lehrer, Journalisten, Schriftsteller, Künstler. Auch die Mitgliedschaft entsprechender Institutionen ist möglich und erwünscht. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet satzungsgemäß der Vorstand.


Les objectifs de la Fondation seront réalisés par le développement d’un réseau de personnes intéressées aux questions politico-culturelles et orientées vers les sciences culturelles et sociales: Universitaires, professeurs de lycées, journalistes, écrivains, artistes et en plus, des représentants d’institutions culturelles. Le bureau exécutif décide de l'adhésion des nouveaux membres.

 


 


 

 

Die Stiftung WEM in den Medien 

La Fondation WEM dans les médias

 

  • 2015 (Oktober)

    Interview mit Prof. Bernd Thum (Präsident der Stiftung WEM e.V.):

    Das Mittelmeer als Zukunftsraum.

    Südwestrunkfunk (2. Programm) am 20. Oktober 2015.

    Angesprochen werden in diesem Interview der erweiterte Mittelmeerraum als funktionaler Raum, die Einbeziehung des saharischen Afrikas, die Bedeutung zivilgesellschaftlicher und diplomatischer Aktivitäten, gemeinsame Probleme und gemeinsame Lösungen, Globalisierung und Regionalisierung u.a.

    Das Inteview erfolgte im Zusammenhang mit der Mittelmeerkonferenz der OSZE  . Diese fand 2015  in Jordanien statt. Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Marokko und Tunesien sind mediterrane Partnerstaaten der OSZE

 

  • SSIP Mitteilungen Nr. 4, 2012

           "Politik interkulturellen Handelns" . Rezension

 

  • islam.de, 3. September 2012 "Europäische und afrikanische Autoren bauen intellektuelle Brücken über ein Mittelmeer der gemeinsamen         Zukunft   - Besprechung der Beiträge der neuen ifa-Edition Kultur und Außenpolitik

             "Rezension auf islam.de (Projekt des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V.)

 

  • taz, 10. Februar 2012

    TV Arabia der Deutschen Welle in der Kritik
    Mehr Profis für Arabien
    "Alles eine Frage des Geldes? Der Politologe Mohammed Khallouk, der DW-TV Arabia regelmäßig verfolgt, schlägt in einem Artikel für die "Stiftung Wissensraum Europa - Mittelmeer" vor, "vermehrt Mitarbeiter auszuwählen, die eine vollständige journalistische Ausbildung hinter sich haben".

 

  • ifa//WIKA, Wissenschaftlicher Initiativkreis Kultur und Außenpolitik: WIKA Infobrief Nr 38 (Juli 2011) 

    Treffen der WIKA-AG Mittelmeer am 12. Juli 2011 im ifa Stuttgart

             (s. Seite 3 des Infobriefs)
             (pdf)

 

  • Journal  ‘L’Expert’, Tunis, 10 juin 2011

              Professeur Bernd Thum, Président de la Fondation Espace du Savoir Europe-Méditerranée
             

             "Pour un espace euro-méditerranéen du savoir"
             (pdf)
         

 

  • Süddeutsche Zeitung, 22./23. Januar 2011, S. 14 - Johan Schloemann:  "Keiner plündert die Museen. Nach der Revolution: Die Zukunft der    Kulturstätten in Tunesien". Der Artikel stützt sich auf ein Interview mit dem Direktor des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, Prof. Harald Siebenmorgen, Vorstandsmitglied des WEM. Erratum: Das Goethe-Institut ist ein wichtiger Partner der Stiftung, hat aber bei deren Gründung nicht die "Federführung" übernommen. Gründungspartner war das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart und Berlin, sowie das Centre Tarik Ibn Zyad, Rabat.

 

  • Pressemitteilung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart und Berlin, 26. Oktober 2010

Kultur-Brücken über das Mittelmeer

Die neue Stiftung "Wissensraum Europa – Mittelmeer" setzt auf Kooperation im euro-mediterranen Raum

 

Stuttgart, Rabat 26.10.2010 – Das Mittelmeer ist Quelle kultureller Impulse für die Länder Nordafrikas und des Nahen Osten genauso wie für Europa. Über Unterschiede in der Region hinweg eine gemeinsame kulturelle Wissensbasis zu schaffen, ist Aufgabe der neuen Stiftung "Wissensraum Europa – Mittelmeer", die sich heute im marokkanischen Rabat konstituiert. Ihre Initiatoren sind Ronald Grätz, Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), und der Karlsruher Professor für interkulturelle Germanistik Bernd Thum.

Gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem marokkanischen Kulturinstitut Centre Tarik Ibn Zyad werden heute auf einer Gründungskonferenz in Rabat die organisatorischen Grundlagen der Stiftung gelegt. Gegründet als Verein mit Sitz in Stuttgart soll "Wissensraum Europa – Mittelmeer (WEM)" Persönlichkeiten aus Deutschland, Europa und den südlichen Mittelmeerländern zusammenführen - Hochschullehrer, Lehrer, Kulturschaffende und Journalisten -  und soll auch mit Mittlerorganisationen, zwischenstaatlichen Einrichtungen und wissenschaftlichen Zentren zusammenarbeiten.

Ziel dieses von Rabat bis Helsinki und von London bis Amman reichenden Netzwerks ist es, gemeinsame euro-mediterrane Wissensbestände und -Strukturen zu schaffen, sowie in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Medien die Projektzusammenarbeit zwischen Nord und Süd zu intensivieren. Der geografische Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf der Zusammenarbeit zwischen Ländern Europas, des Maghreb und des frankophonen Sahel-Afrikas.

Die Probleme in diesem Raum – von den Migrationsbewegungen über die ungeklärte Verteilung von Ressourcen bis hin zur Auseinandersetzung mit dem politisierten Islam – werde die Stiftung nicht lösen können. Aber, so ifa-Generalsekretär Ronald Grätz, sie kann “Konflikte thematisieren, Lösungsansätze entwickeln und durch einen verstärkten Austausch zwischen Europa und dem Mittelmeerraum kulturelle Brücken errichten".

Ein erster konkreter Schritt ist die Beteiligung an wissenschaftlichen Mittelmeer-Symposien in Barcelona und Marseille. Außerdem wird die Stiftung eine Publikationsreihe zu euro-mediterranen Fragestellungen herausgeben, sowie ein Internetportal und Lernmodule für Schulen und Universitäten bereitstellen. Ein virtuelles euro-mediterranes Wörterbuch politisch-kultureller Schlüsselbegriffe ist bereits in Arbeit. Darüber hinaus richtet die Stiftung in Kooperation mit dem Europa Zentrum Baden-Württemberg eine jährlich stattfindende Mittelmeer-Konferenz in Stuttgart aus.

 

Über das ifa:

Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

 

Pressekontakt:

Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Jonas Moosmüller, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 25 105, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de.

 

  

 


 


Kontakt/ Contact

Präsident/ Président:

Prof. Dr. Bernd Thum
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Germanistik - Literatur, Sprache, Medien

Albert-Ueberle-Straße 32
D-69120 Heidelberg
Allemagne/ Germany

Tel. privat: +49 6221 / 47 28 65
Mobil: +49 177 / 7 36 88 06

Mail: thum@kit.edu

 

Home:

 http://www.geistsoz.kit.edu/germanistik/1387_info-thum.php

http://www.wissensraum-mittelmeer.org

http://www.wem-fondation.org

http://www.euromed-memoriacarte.de

 

Vorsitzender des Beirats/ Président du Conseil consultatif

Ronald Grätz
Generalsekretär
Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) e.V

Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart


Tel.: +49 711 / 2 22 51 16
Fax: +49 711 / 2 26 43 46

Mail: generalsekretariat@ifa.de

Home: http://www.ifa.de